Hertha-Schals an einer Verkaufsbude.
Profis | 21. März 2026 um 09:34 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #F95BSC

Wiedersehen macht Freude? Das wird sich in Bezug aufs Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und unseren Herthanern erst am späten Sonntagnachmittag (22.03.26, 13:30 Uhr) herausstellen. Neben dem Treffen verschiedener alter Bekannter, zu denen wir gleich noch kommen, schwebt auch noch ein wenig die Erinnerung ans Hinspiel über dem kommenden Kräftemessen. Ein ganz spätes Siegtor ließ am 25. Oktober nicht nur das Olympiastadion eskalieren, sondern bildete den Startschuss für eine Siegesserie, die bis in den Dezember hinein Bestand hatte. Was erwartet uns Blau-Weiße diesmal? „Ich erwarte eine topmotivierte und gut eingestellte Düsseldorfer Mannschaft, die nach der Niederlage in Braunschweig unter Druck steht“, erklärte Stefan Leitl im Vorfeld des Vergleichs mit den Rot-Weißen. Der eigene Ehrgeiz soll dabei helfen, den Punkteambitionen der Fortunen zu trotzen. „Für uns geht es um sehr viel: Die bestmögliche Platzierung“, unterstrich unser Cheftrainer bei der Pressekonferenz noch einmal. Zahlen, Daten und Funfacts rund ums Spiel stehen im Kurvenwissen.

Bemerkenswert:

  • Die Gesamtbilanz in der 2. Bundesliga sieht unsere Alte Dame knapp im Vorteil. Vier Siegen stehen sechs Punkteteilungen und drei Erfolge der Hausherren gegenüber.
  • Es erwarten uns ein paar mögliche Wiedersehen: Während bei den personell zuletzt stark gebeutelten Rheinländern Ex-Herthaner Marcel Lotka zum Einsatz im Tor kommen könnte, steht Dawid Kownacki vor der Rückkehr an alte Wirkungsstätte. In der vergangenen Saison netzte er 13 Mal für Düsseldorf. Auch Michał Karbownik hat eine F95-Vergangenheit.
  • Apropos Netzen: Weder bei Weitschüssen noch in der Luft bieten unsere Gastgeber dem Gegner viel an. Nur zwei Teams kassierten weniger Tore nach Weitschüssen als Fortuna (2), die drei Gegentreffer nach Kopfbällen kann nur noch der 1. FC Kaiserslautern unterbieten.
  • Aber auch bloße Versuche der Kontrahenten per Kopf sind gegen die Düsseldorfer selten: Die Statistik zählt davon 45, ein Wert, der ebenfalls nur bei zwei anderen Teams niedriger ist.
  • Andererseits schloss nur der SC Paderborn 07 öfter per Kopf ab als F95 (75 Versuche). Gut, dass die blau-weiße Defensive in solchen Szenen für gewöhnlich auf Zack ist: In unserer Bilanz stehen nur drei Gegentore nach Kopfbällen.

Das Personal: John Anthony Brooks, Kennet Eichhorn und Marius Gersbeck kommen verletzungsbedingt für einen Einsatz am Rhein nicht in Frage – ebenso wie Michaël Cuisance, der im Heimspiel gegen den VfL Bochum seine fünfte gelbe Karte gesehen hatte. Deyovaisio Zeefuik, der während der Woche ins Teamtraining zurückgekehrt war, stellt hingegen wieder eine Option dar – wie Pascal Klemens, der am Freitag seinen Vertrag verlängert hatte. „Passi hat sich klar commited. Ich freue mich, dass eine Entscheidung gefallen ist, und ich freue mich, dass sie pro Hertha gefallen ist. Für ihn geht es darum, wieder in den Rhythmus und zu alter Stärke zu finden. Dabei werden wir ihn bestmöglich unterstützen“, sagte Coach Leitl. Ob unser Eigengewächs im Rheinland direkt wieder zum Aufgebot gehört, will der Übungsleiter nach finalen Trainingseindrücken entscheiden. „Es ist noch vieles offen. Er kann eine Option für den Kader sein.“ Das ist auch die Besetzung im Mittelfeldzentrum, zu der Leitl sich auf Nachfrage ebenfalls äußerte. „Kevin Sessa hat gegen Bochum ein richtig gutes Spiel gemacht. Diego Demme kommt zurück und verfügt über jede Menge Erfahrung. Boris Mamuzah Lum ist dabei, die nächsten Schritte in seiner Karriere zu gehen. Aber: Es können nur elf spielen, wir werden uns hoffentlich für die richtigen entscheiden.“

Markus Anfang und Emmanuel Iyoha im Berliner Olympiastadion.

Der Gegner: Die Elf von Trainer Markus Anfang hat sich in den vergangenen Wochen Luft im Abstiegskampf verschafft und sich ins hintere Tabellenmittelfeld vorgearbeitet. Wichtig dafür: Der zweimalige DFB-Pokalsieger hat seine Heimstärke wiedergefunden. Vier Siege und eine Punkteteilung stehen in der Bilanz der jüngsten fünf Partien auf heimischem Rasen, die längste Serie seit 2024. Zuletzt gab es auswärts beim 0:1 in Braunschweig jedoch einen kleinen Rückschlag. „Die Niederlage sollte eine Warnung für uns sein. Gegen Hertha müssen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen und daran anknüpfen, was uns in den vergangenen Wochen stark gemacht hat“, unterstrich Verteidiger Tim Oberdorf im Anschluss. Sein Trainer erwartet gegen unsere Hauptstädter „ein sehr schweres Spiel. Hertha ist eine Mannschaft, die in allen Bereichen sehr gut aufgestellt ist und aufgrund der tabellarischen Situation bedingungslos auf Sieg gehen muss. Wir wissen aber auch, dass wir zu Hause stark sind. Wenn wir es hinbekommen, das Spiel mit Willen, Power, Dynamik und Leidenschaft anzugehen und die Fans mitnehmen, dann können wir Hertha schlagen.“

Die Schiedsrichter: Eric Weisbach übernimmt die Leitung der Begegnung. Für den Unparteiischen wird es der 24. Einsatz im deutschen Unterhaus, zudem kann der 29-Jährige unter anderem auf die Erfahrungen aus zwei Einsätzen im DFB-Pokal sowie 28 Drittligapartien zurückgreifen. Unsere Profis begleitete der Mann aus Halle an der Saale bisher in einer Partie – dem 2:2 im Heimspiel-gegen den SSV Ulm 1846 Fußball in der vergangenen Saison. Assistieren werden dem Referee René Rohde und Oliver Lossius als Assistenten sowie Leonidas Exuzidis als vierter Offizielle. Dr. Robert Kampka und Franz Bokop sitzen als VAR vor den Bildschirmen.

von Konstantin Keller