Paul Seguin vor der Ausführung eines Eckballs im weiten Rund.
Profis | 8. Mai 2026 um 17:12 Uhr

Kurvenwissen: Fakten zu #BSCSGF

Das abschließende Heimspiel einer Saison geht traditionell mit Verabschiedungen einher. Bevor es am Sonntag (10.05.26, 13:30 Uhr, Tickets hier) im Olympiastadion das Duell mit der SpVgg Greuther Fürth ansteht, wird sich unser Hauptstadtclub bei fünf Akteuren für den gemeinsamen Weg in den vergangenen Jahren bedanken: John Anthony Brooks, Diege Demme, Jeremy Dudziak, Tim Hoffmann und Toni Leistner. Ob der eine oder andere dieser Jungs anschließend auch auf dem Rasen zum Zuge kommen darf? „Wir werden sehen, wie das Spiel verläuft. Es steht über allem, dass wir gewinnen wollen“, sagte unser Chefcoach Stefan Leitl auf der Pressekonferenz. Zahlen und Fakten zur Paarung gibt es in der Folge.

Bemerkenswert:

  • Beide Vereine standen sich wettbewerbsübergreifend schon 16 Mal gegenüber. Die blau-weiße Bilanz gestaltet sich wie folgt: Neun Siege, zwei Remis und fünf Niederlagen. Das Hinspiel im vergangenen Dezember endete mit einem 3:3-Unentschieden im Sportpark Ronhof.
  • Unsere Herthaner verloren kein einziges von sieben Pflichtspielen zu Hause gegen den dreifachen deutschen Meister.
  • Stefan Leitl, der das Kleeblatt von Winter 2019 bis Sommer 2022 trainiert hatte, holte gegen seinen Ex-Club in bislang elf Aufeinandertreffen insgesamt 24 Punkte.
  • In Dudziak, Fabian Reese und Paul Seguin besitzen auch drei unserer Profis eine Vergangenheit bei den Franken.
  • Unsere Herthaner können die Saison bestenfalls noch auf Platz 5 beenden und im schlechtesten Fall auf Rang 9 abrutschen.
  • Für die SpVgg, die die meisten Spiele überhaupt in der 2. Bundesliga absolviert hat und erst einmal überhaupt abgestiegen ist, liegen theoretisch noch die Tabellenpositionen 11 bis 18 im Bereich des Möglichen.
  • Kein anderes Team kassierte in der laufenden Saison so viele Gegentreffer wie unsere Gäste: 66.

Das Personal: John Anthony Brooks, Boris Mamuzah Lum und Deyovaisio Zeefuik fallen verletzungsbedingt aus. Kurzfristig muss auch Márton Dárdai passen – unsere Nummer 31 fehlt aufgrund von Oberschenkelprobleme wohl bis Saisonende. Zudem schafft es Dawid Kownacki nicht, rechtzeitig fit zu werden. Darüber hinaus sitzt Kevin Sessa eine Gelbsperre ab. „Das Aufgebot stellt sich letztendlich von alleine zusammen. Wir haben genau 18 Feldspieler – und diese 18 werden auch dem Kader angehören. Es bleibt noch ein bisschen Zeit, um zu entscheiden, wer uns die größte Wahrscheinlichkeit auf drei Punkte gibt. Aber: Wir verschenken keine Minuten“, unterstrich unser Übungsleiter, der zumindest verriet, dass die wieder spielberechtigten Kennet Eichhorn und Paul Seguin auf der Doppelsechs beginnen werden.

Heiko Vogel und Noel Futkeu.

Der Gegner: Fürth geht als Vorletzter des Gesamtrankings in den 33. Spieltag. Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig stehen jedoch nur wegen des besseren Torverhältnisses vor den demzufolge äußerst abstiegsbedrohten Weiß-Grünen. Zwar unterlag die Auswahl von Heiko Vogel nur in einer der vergangenen vier Begegnungen, gleichzeitig gewann sie jedoch auch lediglich eine der jüngsten sechs Partien. Nichtsdestotrotz spielte Noel Futkeu in den zurückliegenden Wochen groß auf: Der 23-jährige Angreifer erzielte die letzten sechs Tore der Kleeblätter und führt gemeinsam mit Magdeburgs Mateusz Żukowski die Torschützenlister der 2. Bundesliga an. Vor dem Gastspiel an der Spree betonte Fürth-Coach Vogel: „Ich kann nicht genau sagen, was uns da erwarten wird. Schlussendlich ist es mir aber zweitrangig, weil ich auf meine Mannschaft vertraue und wir unsere Herangehensweise wählen – und die ist unabhängig davon, was Hertha aufs Parkett bringt.“

Die Schiedsrichter: Michael Bacher leitet das Geschehen. Erst Mitte März war der 35-Jährige unserer Alten Dame beim Remis gegen Bochum als Unparteiischer begegnet. An den Seitenlinien assistieren Christian Leicher und Tobias Schultes, Assad Nouhoum fungiert als vierter Offizieller. Guido Winkmann und Vanessa Kaminski begutachten kritische Szenen an den Monitoren.

von Erik Schmidt