
Soziales
Hertha BSC ist seit über 130 Jahren Heimat und ein Ort des Zusammenhaltes für unsere Fans aus allen Gesellschaftsschichten, weit über die Berliner Stadtgrenzen hinaus. Auch abseits des Platzes engagieren wir uns vielfältig und stark. Wir sind ein Club, der in der Gesamtheit aller Fans in vielen Bereichen aktiv ist, Verantwortung übernimmt und einen positiven Einfluss ausübt. Unsere Mitglieder, Mitarbeitenden und insbesondere Fans tragen dieses Engagement.
Die Themen sind dabei vielfältig. Dazu gehören Bewegung und Bildung für Kinder und Jugendliche, die Inklusion von Menschen mit Behinderung, die Integration von Personen mit Fluchterfahrungen, das Eintreten für Vielfalt und Diversität sowie die Unterstützung von Menschen mit individuellen Bedürfnissen und Problemen.
Durch Fußball begeistern wir Kinder und Jugendliche für Bildung und Bewegung und vermitteln ihnen wichtige Werte, insbesondere über Teamplay sowie Respekt in Hinblick auf Unterschiede, Gleichberechtigung und Diversität.
Kurzporträts unserer sozialen Projekte
Bolzplätze, Bildung und Werte für Kinder & Jugendliche: Das Engagement unserer Alten Dame ist vielfältig und stark. Im Folgenden geben wir einen Überblick über einzelne Projekte, Aktionstage und Initiativen.
Girls' Day & Boys' Day gehören zu den größten Berufsorientierungsprojekten. Seit 2018 geben wir Mädchen Einblicke in die männlich dominierte Arbeitswelt eines Profifußballvereis. Seit 2024 gibt es bei Hertha BSC auch einen Boys' Day, bei dem wir Einblicke in Berufsfelder mit hohem Frauenanteil ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei zu jeder Zeit, dass die Teilnehmenden realistische und hautnahe Einblicke in die Arbeit bei unserer Alten Dame erhalten.
Wir schaffen niedrigschwellige Begegnungen mit einer Vielzahl von Kindern aus unterschiedlichen Grundschulen und so Berührungspunkte mit unserem Herzensverein. Außerdem bereiten wir den Kids mit unseren blau-weißen Überraschungen eine kleine Freude.
So konnten wir anlässlich des World Cleanup Days mit unseren Spielerinnen und Spielern kräftig anpacken. Gemeinsam mit zahlreichen helfenden Händen aus unserer Kooperationsschule der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule säuberten die Blau-Weißen die Gegend rund um das Olympiastadion. Den eingesammelten Müll sortierten die Beteiligten selbstverständlich auch und gestalteten anschließend ein zum Anlass passendes Kunstwerk, dass am Spieltag im Olympiastadion ausgestellt wurde.
Das Lernzentrum@Hertha BSC nutzt das Olympiastadion als „schönstes Klassenzimmer der Welt“ und richtet sich seit 2010 an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 20 Jahren in sozial schwierigen Situationen. Die Schülerinnen und Schüler kommen überwiegend von Gemeinschafts-, Förder- und berufsbildenden Schulen, auch Gruppen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Geflüchtete sind regelmäßig zu Gast.
Profivereine machen Schule ist eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung Bildung, Jugend und Familie zusammen mit den sechs Profivereinen Hertha BSC, 1. FC Union, ALBA Berlin, Berlin Recycling Volleys, Eisbären Berlin und Füchse Berlin sowie weiteren Breitensportvereinen. Das Projekt integriert Sportexpertinnen und -experten in die Abläufe der Bildungsinstitutionen. Unsere qualifizierten Trainer verbringen wöchentlich bis zu 16 Wochenstunden in den Partnerschulen, unterstützen die Lehrkräfte im Sportunterricht der Schulanfangsphase oder leiten Sport-AGs.
Auch mit Kitas schafft unser Verein individuelle niedrigschwellige Begegnungen und erzeugt so Berührungspunkte mit Hertha BSC. Hierbei achten wir darauf, dass wir je nach Bedarf der Kita blau-weiße Überraschungen ermöglichen. So lieferte Herthinho beispielsweise passend zur Weihnachtszeit Weihnachtsbäume unseres Partners Werderaner Tannenhof an die Kitas.
Profivereine und Vereine machen Kita ist die Erweiterung des erfolgreichen Programmes 'Profivereine machen Schule' und eine Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zusammen mit den sechs Profivereinen Hertha BSC, 1. FC Union, ALBA Berlin, Berlin Recycling Volleys, Eisbären Berlin und Füchse Berlin. Gemeinsam mit weiteren Breitensportvereinen integriert das Projekt Sportexpertinnen und -experten in die Abläufe der Bildungsinstitutionen.
Unsere qualifizierten Trainer verbringen wöchentlich bis zu acht Wochenstunden in den Partnerkitas und unterstützen durch ein vielseitiges Bewegungsangebot die motorische, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder.
Der Berliner Straßen Cup ist ein Bolzplatzturnier, in dem die Teilnehmenden in gemischten Teams in Größe von mindestens fünf und maximal sieben Personen gegeneinander antreten können. Dabei organisieren ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von 1892HILFT eine Bolzplatzturnierserie für Kinder und Jugendliche in der Hauptstadt – unsere Alte Dame hat das Ganze in der Vergangenheit unterstützt. Neben dem spielerischen Können geht es vor allem auch um Fairplay. Dabei sind die umzäunten Käfige nicht nur Austragungsorte der Matches. Sie sind ebenso ein Raum der Sozialisierung, in dem Kinder und Jugendliche das gemeinsame Spielen, Fairness und Teamwork lernen. Im Anschluss an den Fairplay-Workshop und die Qualifikationsturniere steht ein Finalspiel an.
Straßenfußball für Toleranz ist ein Projekt der Brandenburgischen Sportjugend, dass sich seit 2000 für die Entwicklung von sozialen und emotionalen Fähigkeiten bei Kindern und Jugendlichen einsetzt. Dabei rücken durch Fußball Werte wie Mitbestimmung, Teilhabe und Verantwortungsbewusstsein in den Fokus junger Menschen. Die Turniere werden in vier Altersklassen unterteilt und ausgetragen bis jeweils das sportlich beste und das fairste Team feststeht. Statt Schiedsrichter moderieren ‚Teamer‘ Absprachen zwischen den Teams, schlichten auftretende Konflikte und vergeben einen Fairplaypunkt. Insgesamt veranstaltet die Brandenburgische Sportjugend gemeinsam mit vielen freiwilligen Unterstützerinnen und Unterstützern über 20 Qualifikationsturniere bis zum großen Finalfest.
2021 hat das Projekt ‚Straßenfußball für Toleranz‘ den ersten Platz des Wilhelm Wernicke Preises gewonnen.
Das Projekt ‚Meine Stadt. Mein Sport. Meine Zukunft.‘ wurde 2021 in Zusammenarbeit zwischen dem SOS-Kinderdorf, der DFL Stiftung und Hertha BSC ins Leben gerufen. Dabei sollen Familien, Kinder und Jugendliche von dem nachhaltigen Unterstützungsangebot profitieren. So konnten im SOS-Schulhort Fußball AGs installiert und in anderen Einrichtungen unterschiedliche Kurse ums Fahrradfahren, Kochen, Bewegung und Selbstverteidigung ermöglicht werden. Ein besonderes Highlight sind im Rahmen der Zusammenarbeit die Besuche von Herthinho und die Teilnahme des Mädchenteams des FC Concordia Wilhelmsruh 1895 e.V. an der Fußballschule, die durch Hertha BSC mehrmals jährlich durchgeführt wird.
Die Arche setzt sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen ein. Die Organisation unterstützt sie beim Lernen, ermöglicht kostenloses warmes Essen und bietet die Möglichkeit, unabhängig vom Alltag der Kinder und Jugendlichen Hoffnung und Perspektiven zu tanken und ihre individuellen Talente weiterzuentwickeln. Neben den Spenden im Rahmen des Weihnachtsbaumverkaufs mit dem Werderaner Tannenhof, die beim Kauf eines Tannenbaums automatisch getätigt wurden, bündelte beim Heimspiel gegen Preußen Münster in der Vorweihnachtszeit der Hauptstadtclub und die WTG die Kräfte, um unter dem Motto ‚Gemeinsam Chancen schenken‘ eine Spendenaktion für die Kinderstiftung Arche durchzuführen. Herthas damaliger Ärmel- und Exklusivpartner ergriff die Initiative und verzichtete auf seine Trikotpräsenz, wo stattdessen das farbenfrohe Logo der Arche zu sehen war. Die besonderen Jerseys versteigerte die Alte Dame im Anschluss, um mit dem Erlös die Arbeit der Arche zu unterstützen.
Auch im restlichen Jahr stellt Hertha BSC den unterschiedlichen Einrichtungen der Arche Tickets zur Verfügung, um den Kindern Spielbesuche und damit verbunden eine unbeschwerte Zeit zu ermöglichen. Zusätzlich engagiert sich unser Profi Marius Gersbeck für die Arche und wurde im Rahmen einer Kinderparty im Mai 2025 offiziell zum Arche-Botschafter ernannt.
Gemeinsam: Vielfalt, Inklusion und Integration

Fußball verbindet, über alle Unterschiede hinweg. Über Fußball werden Integration und Inklusion gelebt – im Stadion, aber auch außerhalb. Hertha BSC übernimmt hier Verantwortung und will so mit seiner Reichweite und Strahlkraft ein Vorbild sein.
Beim Schichtwechsel übernehmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Spieltag für zwei Stunden die Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen. So unterstützen sie im Bereich Hospitality (bei der Vergabe von VIP-Bändchen und Platzbegleitung), im Bereich der Sicherheit (als Ordner und Ordnerin) und im Fancontainer der Fan- und Mitgliederbetreuung. Ergänzt wird dieses Angebot durch den Schichtwechseltag, einem Projekttag auf der Geschäftsstelle von Hertha BSC, bei dem Menschen mit Behinderung Informationen und Einblicke in den Arbeitsalltag bei den Blau-Weißen erhalten. Zusätzlich wird den Mitarbeitenden die Möglichkeit geboten, einen Tag den Arbeitsalltag in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung kennenzulernen. Ziel dabei ist es, neue Perspektiven einzunehmen, füreinander mehr Empathie zu entwickeln und Vorurteile abzubauen.
Ein wichtiger Bestandteil der Inklusion ist die Leichte Sprache. Mit kurzen Sätzen und bekannten Wörtern sorgt dieses Konzept dafür, dass so viele Fans wie möglich den Inhalt gut verstehen können. Allein in der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen profitieren deutschlandweit circa 16,8 Millionen Menschen von Leichter Sprache. Um unterschiedlichen Personen einen einfachen Zugang zur Leichten Sprache im Fußballkontext zu ermöglichen, haben sich zahlreiche Vereine – der FC Schalke 04, Borussia Dortmund, Werder Bremen, der FC St. Pauli, der Hamburger SV und unsere Alte Dame – sowie die DFL zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Im Rahmen des von KickIN! initiierten Projekts Leicht Kicken haben die Beteiligten ein Online-Fachbuch für Fußballbegriffe erstellt.
Vielleicht habt ihr es schon im Stadion gesehen: Seit der Saison 2024/25 stellt sich unsere Startelf bei allen Heimspielen für gehörlose und schwerhörige Menschen mit einer persönlichen Gebärde vor. Die Spielergebärden werden von unserem DEAF Fanclub Hertha BSC am Anfang der Saison an die Spieler vergeben. Die Spielergebärde soll auf das Thema Gebärdensprache aufmerksam machen und die Kommunikation untereinander vereinfachen.
Berlin ist für alle – Hertha ist für alle! Ein Motto, dass unser Hauptstadtclub nicht nur in seinem Ethikkodex festgehalten hat, sondern mit Inhalten. Hertha BSC hat gemeinsam mit KickIn!- Beratungsstelle Inklusion im Fußball das erste barrierefreie und vielfaltssensible Online-Escape-Games mit Fußballbezug entwickelt. Dabei entsteht ein digitales Online-Rätselspiel, das zu Teilhabeeinschränkungen im Fußball und der Gesellschaft sensibilisiert und unter Beteiligung von Fans die Vielfalt von Fußball- und Fankultur sichtbar macht. Einen wichtigen Anteil des Entwicklungsprozesses bilden Workshops zur Sensibilisierung und Qualifizierung aller Beteiligten rund um das Thema Barrierefreiheit, Inklusion und Vielfalt. Spielbar ist Klick4All - der verfluchte Schal auf einer eigens dafür eingerichteten Website sein.
Mit über 100 Mitgliedern ist das Berliner Queer Bündnis eines der größten Netzwerke, das sich gegen Queerfeindlichkeit engagiert.
Vor der Umbenennung des Netzwerks 2024 engagierte sich Hertha BSC als Erstunterzeichner des 2009 gegründeten 'Bündnisses gegen Homophobie' gegen jede Form der Diskriminierung. Mit der Umbenennung haben wir unsere Mitgliedschaft erneut bestätigt und so noch einmal ein Zeichen für die Werte unseres Vereins gesetzt.
Außerdem kann unser Hauptstadtclub mit den 'Hertha-Junxx' bereits seit 2001 den ersten offiziellen schwul-lesbischen Fußballfanclub vorweisen.
Diskriminierung jeglicher Art - wie Sexismus, Rassismus oder Queerfeindlichkeit - ist leider immer noch ein Problem in unserer Gesellschaft und auch im Fußball. Diskriminierenden und grenzüberschreitenden Übergriffen am Spieltag wollen wir als Verein noch entschlossen entgegenwirken und den Betroffenen Hilfe bieten. Alle Informationen zum Schutzkonzept ‚Wo ist Lotte?‘ findet ihr hier.
Herthaner helfen
'Herthaner helfen' – seit 2009 steht die Vorweihnachtszeit für uns als Club unter diesem Motto, das sich inzwischen zu einer echten Tradition bei unserer Alten Dame entwickelt hat. Doch nicht nur in der Weihnachtszeit sind wir engagiert und helfen da, wo Hilfe gebraucht wird – in der ganzen Stadt und darüber hinaus. Zahlreiche Kooperationen mit Partnern aus diversen Bereichen zeigen Herthas vielfältiges Engagement und bereichern unseren Club mit ihren Perspektiven. So konnten wir in der Vergangenheit neben vielen Faninitiativen beispielsweise auch Aktionen wie Berlin sagt Danke, die Arche, Kolibri, das SOS-Kinderdorf, Little Homes und das Modellprojekt Trauer unterm Flutlicht unterstützen.
Herthinho ist ein viel beschäftigter Bär, der neben den Stadionbesuchen auch soziale Projekte unterstützt. So konnte er in der Vergangenheit vielen Personen eine große Freude bereiten. Ein Highlight sind für Herthinho die Touren in Grundschulen und Kitas, wo er mit den Personen vor Ort interagiert und viele Fans für sich und seinen Verein begeistern kann.
Der eingetragene Verein, der sich der Hilfe für krebskranke Kinder und deren Eltern widmet, arbeitet schon seit der Weihnachtsaktion 2017 eng mit unserer Alten Dame zusammen. Kolibri bietet wertvolle Unterstützung für krebskranke Kinder und ihre Familien im Helios Klinikum Buch. Dies geschieht sowohl in Form von finanzieller Unterstützung, beispielsweise Hilfe bei der Finanzierung von Behandlungen, Medikamenten und speziellen Therapien, als auch in Form von psychosozialer Begleitung. Dadurch erfolgt eine emotionale Stärkung und Betreuung der Kinder und ihrer Familien im Klinikalltag. Darüber hinaus bietet der Verein vielseitige Freizeitangebote und gemeinsame Aktivitäten an: Ob Stadionbesuche, ein Foto mit der Mannschaft, gemeinsames Kochen, Plätzchenbacken, das von Fans@Hertha initiiert wird. Kolibri hat 2024 den 2. Platz des Wilhelm Wernicke Preises erhalten.
In der Weihnachts- und Adventszeit gilt traditionell schon seit Jahren mehr denn je: Herthaner helfen! Die Adventswochen stehen bei unserer Alten Dame bereits seit Jahren unter dem Motto ‚Herthaner helfen‘. Beim gleichnamigen Projekt unterstützt unser Verein seit Jahren Menschen in unserer Hauptstadt in schwierigen Situationen und erfüllt dabei kleine und große Wünsche. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.
Der Wünschewagen des ASB Berlin ist seit 2016 in unserer Hauptstadt unterwegs. In dieser Zeit hat das Projekt schon viele Träume für schwerstkranke Menschen wahr werden lassen und ihnen letzte Herzenswünsche erfüllt.
Der ASB-Wünschewagen kümmert sich um die Anfahrt, alle benötigten medizinischen Gegebenheiten und um die Betreuung während des Spiels. Zusammen ermöglichen wir es schwerstkranken Hertha-Fans, ein letztes Mal gemeinsam mit nahestehenden Personen ein Heimspiel ansehen zu können.